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Melinda Golden Theatre, Segno di Predaia, Italien

Art&Craft

Das Konsortium Melinda, 16 Produzentengenossenschaften des berühmten D.O.P. Val di Non im Trentino, erwarb die unterirdischen Stollen der Mine Rio Maggiore in Mollaro. Die Mine wurde bis vor kurzem von der Firma Tassullo Materiali genutzt, um die Dolomitgesteine zu gewinnen, die für die Herstellung von kalkhaltigen Baumaterialien verwendet wurden.

In den Stollen hat Melinda die erste und einzige Kühlanlage für Obst in einer hypogäischen Umgebung und unter kontrollierten Atmosphärenbedingungen errichtet. Dieser natürliche Kühlschrank respektiert die Umwelt und hält die Qualität der Äpfel intakt.

Die Stollen des Rio Maggiore sind Teil eines mit MondoMelinda (d.h. dem Besucherzentrum und der Verkaufsstelle im Lager- und Verpackungswerk in Mollaro) verbundenen Touristenpfades. In Erwartung der Öffnung der hypogäischen Stollen für die Öffentlichkeit hat Melinda einen immersiven Multimedia-Raum geschaffen, der durch den Einsatz digitaler Technologien und virtueller Realität der Öffentlichkeit die faszinierende Untergrundwelt offenbart. Der Raum, eine "Wunderkammer", ist in einem Pavillon untergebracht, der Teil des Besucherzentrums MondoMelinda ist.

Wenn die hypogäischen Stollen für die Öffentlichkeit zugänglich sind, wird der Pavillon weiterhin als Informations- und Werbeträger fungieren und seinen Blick auf die gesamte Welt der Apfelproduktion im Val di Non erweitern.

Ein Raum der technologischen Wunder

Der Pavillon befindet sich im Garten, vor der MondoMelinda, wo es bereits einige Einrichtungen zur Begrüßung der Besucher gibt: eine Terrasse mit Tischen für Verkostungen und ein kleines Amphitheater mit Holztreppen. Die relativ kleine Größe des Pavillons erleichtert seine Einbindung in den Kontext der Grünfläche. Der Eingang liegt zum Garten, während auf der hinteren Seite die Trento-Malé-Bahnstrecke und die wichtige Verkehrsader SP 43 des Val di Non liegt: dadurch fällt das Gebäude gut ins Auge.

Der Pavillon ist eine echte "Wunderkammer", in der der Besucher bei der Entdeckung der unterirdischen Welt der hypogäischen Stollen, die zur Aufbewahrung von Äpfeln verwendet werden, begleitet wird. Hier wird der Respekt vor der Umwelt, der durch die tiefen Wurzeln der Apfelproduzenten in der Region erzeugt wird, mit Innovation kombiniert: durch den Einsatz modernster digitaler Technologien und den Einsatz von 3D- und 4D-Darstellungen, die auf die Wände des Baus projiziert werden. Der Besucher taucht sensorisch und emotional in ein erstaunliches virtuelles Szenario ein, das etwa 10 Minuten dauert.

Die Abmessungen des Pavillons wurden durch den Platzbedarf für die Multimedia-Technologien bestimmt, ein Innenvolumen, das einem Würfel von 4,60 m auf jeder Seite entspricht.

Die Außenhülle der "Wunderkammer" befreit sich von einer streng kubischen Form, die sich der eines Apfels annähert und durch ein Abstraktionsverfahren erhalten wurde. Die schrägen Wände und die unregelmäßige Prismenform erinnern idealerweise an die Form des Apfels, während die Blätter mit der Funktion einer Wetterfahne auf dem Dach eindeutig auf das allgemein bekannte Bild der Frucht zurückführen.

Das Falzblech, das den Bau bedeckt - die Apfelschale - besteht aus einer Legierung aus Kupfer, Aluminium und Zink, die dem Pavillon eine zarte goldene Farbe verleiht, die bald die charakteristischen Nuancen von Gold annehmen wird, eine Analogie zum Apfel "Golden", für den das Val di Non allgemein bekannt ist. Daher wurde der Pavillon Golden Theatre genannt. Die zur Straße gerichtete Wand ist die einzige, die nicht mit Blech verkleidet ist, sondern mit großformatigen Grafiken versehen wurde.

Eine Errungenschaft unter dem Motto der Nachhaltigkeit

Die Multimedia-Installationen erforderten neben den heute unverzichtbaren Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeinsparung auch eine perfekte Schalldämmung gegenüber möglichen äußeren Einflüssen. Der Bau besteht aus mehrschichtigen XLam-Holzplatten mit isolierter Verkleidung und Wänden mit Holzfaserplatten und einem belüfteten Hohlraum. Die Innenwände sind mit Gipskartonplatten mit hoher akustischer Leistung und einer rasterförmigen Metallzwischendecke verkleidet. Der Boden ist aus Beton mit rutschfester und schmutzabweisender Behandlung.

Eine kurze Rampe mit einem Gefälle von 8% führt zum Eingang, dessen Boden leicht angehoben ist. Ein natürliches Lüftungssystem sorgt in der Regel für den Luftaustausch und die Innenbelüftung, während in den Sommer- und Winterspitzenzeiten die Temperatur durch eine elektrische Klimaanlage außerhalb des Gebäudes geregelt wird.

Der Pavillon kann von der Öffentlichkeit während der Öffnungszeiten von MondoMelinda kostenlos besucht werden.

Ausführung:

Committente: Consorzio Melinda SCA - Cles (Tn)

Progetto: Art&Craft Studio der Architektur - Bogen. Daniele Bertolini, Bogen. Catia Meneghini - Pellizzano (Tn)

Installationen multimedial: Drawlight srl - Noventa Padovana (Pd)

Strutture: Ing. Francesco Azzali - Trento (Tn)

Management: Nitida Immagine srl - Cles (Tn)

Opere edili: Impresa Edile Alessio Chini - Predaia (Tn)

Strebe in legno: STP costruzioni in legno - Predaia (Tn)

Lattoneria: Lamtex srl - Cles (Tn)

Impianti elettrici: Elettrica srl - Predaia (Tn)

Teilen: 

Gebäude

Eigentümer: 
Consorzio Melinda SCA
Fertigstellung: 
2018
Land: 
Italien
Postleitzahl: 
38010
Stadt: 
Segno di Predaia (TN)
Straße: 
Via della Cooperazione 21

Kategorien

Anwendungen: 
Fassaden
Bauteile
Gebäudeart: 
Industrie und Landwirtschaft
Kupferart: 
Gold
Eigentümer: 
Neu

Architekt

Name, office: 
Art&Craft studio di architettura
Address & description: 
architetto Daniele Bertolini, architetto Catia Meneghini, via Nazionale 58, 38020 Pellizzano (TN)

Kupferlieferant

Titel: 
Lamtex srl – Cles (Tn)

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Birgit Schmitz

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