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Finnland: neue Innenraumhygiene-Leitlinien setzen auf antimikrobielles Kupfer

Finnland hat neue Leitlinien für die Innenraumhygiene für Neubau- und Renovierungsprojekte herausgegeben, die Kupfer als "bekanntestes und wirksamstes antimikrobielles Material" beschreiben.

Die Leitlinien - Teil des finnischen RT Building Information File - legen vier Hygieneebenen für verschiedene Bautypen fest und verschiedene Maßnahmen zur Erfüllung der geforderten Standards. Antimikrobielle Materialien für hochflexible Oberflächen sind in den drei strengsten Kategorien enthalten, wobei Kupfer als das bekannteste und wirksamste antimikrobielle Material ausgelegt ist.

Auf dem "Indoor Hygiene Seminar" in Espoo präsentiert, sind die Leitlinien die ersten, die ein Instrument bieten, um Infektionion zu vermeiden. Sie zielen darauf ab, das Bewusstsein für Chancen und Lösungen zur Verbesserung der Hygiene bei Projektentwurf und Bauphasen unter Berücksichtigung von Praktikabilitäten und Kostenwirksamkeit zu erhöhen.

Die Information richtet sich an alle, die an Bauprojekten beteiligt sind - von den Eigentümern, Architekten und Designern bis hin zu Entwicklern, Auftragnehmern und Anwendern. Im Mittelpunkt steht das Ziel, ein hochfunktionelles Gebäude zu schaffen, das die Verbreitung der Infektion aktiv verhindert. Reinigung und Instandhaltung werden als Schlüsselaspekte der Bereitstellung eines sicheren Innenraumumfeldes hervorgehoben. Weitere Richtlinien sind in Arbeit, die für eine Veröffentlichung später in diesem Jahr vorgesehen sind.

Antimikrobielle Materialien werden für Berührungsflächen in den drei höchsten Hygienekategorien empfohlen. Die anspruchsvollste Ebene umfasst Bereiche wie Operationssäle, Intensivstationen, pharmazeutische Produktionsstätten und Laboratorien. Die nächste Stufe umfasst Krankenhaus-Empfangsbereiche und Patientenzimmer, Kindertagesstätten, Flughäfen, Schwimmbäder und Spas. Die dritte Ebene, die noch einen guten Hygienestand erfordert, umfasst Schulen, Sportanlagen und Büros.

Kupfer ist ein leistungsfähiges antimikrobielles Material mit breiter Wirksamkeit gegen Bakterien und Viren wie Influenza A, E. coli und Norovirus und MRSA. Es teilt diesen Vorteil mit einer Reihe von Kupferlegierungen wie Messinge und Bronzen, die eine Familie von massiven Materialien bilden, die als "Antimicrobial Copper" bezeichnet werden. Diese bekannten Funktionswerkstoffe überzeugen durch strapazierfähige Oberflächen, die den Anforderungen eines belebten klinischen Umfelds gerecht werden - mit dem zusätzlichen Vorteil, die Keimbelastung kontinuierlich zu reduzieren und damit das Risiko einer Infektionsverteilung zu vermindern.

Der Impuls für die Schaffung der Leitlinien kam von der Hygtech-Projektgruppe, die vor kurzem Kupfer als antibakterielles Material in einer Vielzahl von Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Seniorenheime und Büros) untersuchte. Initiiert von der Fachhochschule Satakunta, wurden in der Studie häufig berührte Oberflächen, darunter Türmöbel, Toilettendrücker, Griffe und Lichtschalter durch Kupferäquivalente ersetzt. Die Reinigung wurde wie üblich durchgeführt. Die Forscher ermittelten die Keimbelastung bei den herkömmlichen Oberflächen und verglichen diese mit den Oberflächen aus antimikrobiellem Kupfer. Ihr Resümee: "Die vorliegende Studie zeigt, dass Kupfer ein potentielles antibakterielles Material ist, dass bei unterschiedlichen Reinungs- und Nutzerprofilen funktioniert. Die eingesetzten Kupfermaterialien waren effizient bei der Verringerung der gesamten Keimbelastungen sowie bei spezifischen Indikatorbakterien (Gram-Negative, S. aureus), was darauf hinweist, dass Kupfer auch als ein antibakterielles Material in anderen Umgebungen als Krankenhäusern verwendet werden könnte. "

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine durchschnittliche 85%ige Reduktion der Bakterien auf Kupferoberflächen - ähnlich wie in einigen klinischen Studien rund um die Welt, die festgestellt haben, dass das Ersetzen von häufig berührten Oberflächen mit antimikrobiellen Kupferäquivalenten die Keimbelastung um mehr als 80% reduziert. Diese Studien haben weiter gezeigt, dass antimikrobielle Kupferoberflächen das Risiko von Intensiv-Patienten um 58 % verringern, an einer krankenhausbürtigen Infektion zu erkranken.

Die neuen Richtlinien werden dazu beitragen, den Einsatz von antimikrobiellem Kupfer von Krankenhäusern und anderen Gebäudetypen zu verbreiten und damit die Hygiene in hochfrequentierten Bereichen zu verbessern.

Weitere Informationen über antimikrobielles Kupfer finden Sie unter www.antimicrobialcopper.org.

Nehr zu The Building Information Foundation RTS: www.rakennustieto.fi/index/english.html.

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